Laufteam Burgenland Eisenstadt - Jahresrückblick Caroline Bredlinger

2020: ein Jahr mit einem sehr schlechten Start, aber dafür einem umso besseren Ende. Nach verletzungs- und ausbildungsbedingter Pause kämpfte sich Caroline wieder zurück an die Spitze, weiter noch als je zuvor.

Nachdem Caroline Bredlinger von September 2019 bis Jänner 2020 die Kaderanwärterausbildung beim Österreichischen Bundesheer bestritt, kam das Training zunehmend zu kurz. Nicht nur zeitliche Hürden machten es unmöglich, auch eine langwierige Verletzung stand im Weg. Nach einigen Höhen und Tiefen beschlossen Caroline und ihre Mutter sowie Trainerin Uschi Bredlinger: ab Jänner zwei Monate konsequentes Alternativtraining, um danach wieder „bei Null“ anfangen zu können. „Die Zeit beim Bundesheer hat mir sehr geholfen, mich persönlich weiterzuentwickeln. Dass die Verletzung dazu kam, war dann leider sehr ärgerlich, im Nachhinein gesehen, denke ich aber, dass ich diesen ‚Neuanfang‘ gebraucht habe“, so Caroline.

Auch die Leistungen in der Saison 2020 bestätigen dies. Nach dem pandemiebedingten verzögerten Saisonstart ging es Wettkampf für Wettkampf bergauf. Im Rahmen des 3. WLV-Sommermeetings Ende Juli gelang es Caroline mit 2:56,53 einen neuen Landesrekord über 1000m in der Klasse U20 aufzustellen. Kurze Zeit später lief sie nur knapp an einer neuen PB über 800m vorbei. „Es war einfach wieder ein supergutes Gefühl wieder laufen zu können und nach jedem Wettkampf guten Gewissens sagen zu können: ‚Da geht noch mehr‘“, strahlte die Laufteam Burgenland Athletin über ihren Saisoneinstieg.

Der erste große Erfolg kam dann jedoch mit den Österreichischen Staatsmeisterschaften Mitte August. In einem sehr durchwachsenen Rennen schaffte es Bredlinger erstmals, die 2:15 Mauer zu durchbrechen und kürte sich nach einem harten Schlusssprint mit dem Vizestaatsmeistertitel über 800m.

Anfang September gingen dann die U23-ÖM in Klagenfurt über die Bühne. Auch hier zeigte sich Carolines Potenzial durch das neu gewonnene Selbstvertrauen. Gleich zu Beginn setzte sie sich an die Spitze und konnte nach einem 250m langen Schlusssprint die Goldmedaille über 800m mit einer neuerlichen persönlichen Bestzeit für sich gewinnen.

Den Saisonhöhepunkt bildete dann die U20-ÖM vor dem heimischen Publikum in Eisenstadt. Auch hier zog sie nach der 500m Marke das Tempo so weit an, dass keine weitere Konkurrentin mithalten konnte. Mit einer neuen PB von 2:13,44 und der Goldmedaille, startete Caroline am Folgetag noch über 400m, wo es zur großen Überraschung kam. Bredlinger konnte ihr Stehvermögen beweisen und ergatterte mit einer neuen PB von 57,80sek die Bronzemedaille. „Die 400m sind für Caroline nur eine Nebendisziplin, wir waren uns am Vortag noch nicht einmal sicher, ob sie überhaupt an den Start gehen soll und Chancen auf eine Top-5-Plazierung hätte“, so Uschi Bredlinger, mehr als erfreut über die Entscheidung.

Nebenbei erlief Caroline auch noch mit ihren beiden Teamkolleginnen, Anna Leser und Naya Hajszan, zweimal ÖM-Gold in der 3x800m Staffel.

Eine besonders schöne Nachricht erreichte Caroline vor wenigen Wochen: Die Nominierung für den ÖLV Hope-Kader sowie den Team-EM-Kader. Diese Nominierung ermöglicht es Bredlinger nun auch auf der geschlossenen Leichtathletikanlage zu trainieren und sich auf ihr großes Ziel vorzubereiten: U23-EM 2021.

Erfolge im Jahr 2020:

  • neuer BLV-Rekord über 1000m (U20)
  • Platz ÖSTM 800m in 2:14,64
  • Platz ÖM AK & U20 3x800m
  • Platz U23-ÖM 800m in 2:14,33 sowie 4.Platz über 400m in 58,69sek
  • Platz U20-ÖM 800m in 2:13,44 sowie 3.Platz über 400m in 57,80sek

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